Wirkungsstarke Videokonferenzen

Persönliche Wirkung, Verhandlungstipps

von Jörg Köck | September 2020

Wechselnde Arbeitsorte, verteilte Teams, weltweit verteilte Geschäftspartner – all das ist nur mit der nötigen Effizienz zu bewerkstelligen, wenn moderne Kommunikationskanäle genutzt werden. Videokonferenzen bieten eine gute Möglichkeit, sich über räumliche Distanz hinweg auszutauschen.

Die Technik dazu läuft immer stabiler und ist immer einfacher zu bedienen. Doch neben der Beherrschung der Werkzeugegilt es auch das Kommunikationsverhalten dem Medium anzupassen.Die persönliche Wirkung auf einem Bildschirm ist eine ganz andereals wenn man dem Gesprächspartner im selben Raum gegenübersitzt.

Wir möchten Ihnen hierzu einige Tipps geben, damit Sie sich Ihre persönliche Wirkung bewusstmachen und sie steuern können:

1.Nutzen Sie einen ungestörten Raum!Unruhe im Bildhintergrund oder „auf der Tonspur“ lenken von Ihnen und dem ab, was Sie zu sagen haben. Im schlimmsten Fall wird die in Bild und Ton übertragene Unruhe sogar als richtig lästig empfunden.
2.Sorgen Sie für einen ruhigen Bildhintergrund!Auch wenn keine Menschen im Hintergrund umherlaufen, können Bewegungen auf hinter Ihnen platzierten Bildschirmen oder auch ein Blick nach draußen ablenkend wirken. Selbst ein unbewegter Hintergrund, der aber chaotisch wirkt, kann Sie und Ihr Unternehmen in schlechtem Licht erscheinen lassen.
3.Achten Sie auf ausreichend Licht!Es kommt Ihrer Wirkung sehr entgegen, wenn Ihre Gesprächspartner Sie gut sehen können und Sie nicht als verschwommenes Schemen in dämmriger Umgebung gesucht werden müssen.
4.Schauen Sie möglichst direkt in die Kamera! Nur so entsteht „Blickkontakt“.Wenn Sie beim Sprechen auf das Abbild Ihres Gegenübers auf Ihrem Monitor sehen, schauen Sie aus Sicht Ihres Gesprächspartners immer an ihm vorbei. Denn er sieht Sie ja aus der Perspektive der Kameralinse.
5.Steuern Sie Ihre Präsenz durch Bewegungen auf einer senkrechten gedachten Liniezwischen Ihnen und der Kamera! Schon kleinere Bewegungen auf die Kamera zu oder von ihr weg, verändern deutlich den Anteil der Kamerabildes, den Sie einnehmen. Das können Sie gezielt nutzen. Umgekehrt sollten Sie darauf achten, nicht durch unabsichtliche Bewegungen auf dieser Achse falsche Signale zu senden oder unangemessen „aufdringlich“ oder „zurückgezogen“ zu wirken.
6.Gestikulieren Sie parallel zur Kameralinse!Wenn Ihre Hände zu nah an die Kamera geführt werden, bestimmen Sie das Gesamtbild oft viel stärker als es der Situation angemessen ist. Sympathischer wirken Sie, wenn Ihre Gesten nah am Körper ausführen.

Probieren Sie es aus!Beobachten Sie sich und andere – und teilen Sie gern weitere Tipps zu diesem Thema in den Kommentaren!

Über den Autor

Jörg Köck

... ist seit fast 20 Jahren selbstständiger Unternehmensberater, Trainer und Coach und seit sechs Jahren Geschäftsführer der BETTER SOLUTIONS Coachingconsulting GmbH. Zuvor arbeitete er in Fach- und Führungspositionen im Einkauf von Maschinenbauunternehmen. Sein Schwerpunkt in Training und Beratung liegt im Verhandeln und Herstellen von tragfähigen Vereinbarungen – in Management, Einkauf und Teambuilding.

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